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📖 Borstel – Kapitel 1: Ein Igel wie kein anderer

 

Borstel war ein ganz besonderer Igel.
Seine Nase war ein bisschen schief –
und sein Blick… na ja, ein bisschen schielend.
Aber das war ihm ganz egal.

Denn Borstel wusste etwas,
das viele Große oft vergessen:

 

„Wenn du dein Herz am richtigen Fleck hast,
ist alles andere völlig egal.“

Borstel wohnte unter einer alten Apfelbaumwurzel,
zwischen Moos, Wurzeln und einer ganz besonderen Schlafdecke:
einem zerknitterten Stück Stoff, das nach Vanille roch.
(Er hatte es mal auf einer Picknickwiese gefunden.)

Sein Tag begann – wie immer – mit einem gähnenden
„Mmmhhgrrmpfff...“
und einem Versuch, sich aus seinem Bau zu rollen.

Aber an diesem Morgen war etwas anders...

 

💥 PLUMPS!

„Autsch!“, murmelte Borstel.
Er war direkt auf eine dicke Eichel gefallen.

„Wer legt denn bitte eine Eichel genau vor meine Tür?!“, schimpfte er leise,
rieb sich den Po und schaute sich um.

Da raschelte etwas im Gebüsch.
War das ein Dieb? Ein Drache? Ein… Eichhörnchen?

Nein.

Es war sein eigener Spiegel, den er dort letzte Woche aus Spaß aufgestellt hatte.
„Na bravo“, sagte Borstel.
„Nicht nur hingefallen – sondern gleich auch noch mit mir selbst erschreckt.“

Er kicherte.
Und dann sagte er einen Satz, den er sich oft selbst sagte:

„Na gut. Dann wird es eben ein Abenteuer-Tag.“

Und damit rollte er los –
in Richtung Apfelbaum.
Denn wenn alles schiefgeht,
hilft ein Apfel immer. 🍎

 

🦔 Borstels Weisheit des Tages:

 

Auch wenn du mal auf die Nase fällst –
heißt das noch lange nicht,
dass du nicht weitergehen kannst.

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📖 Borstel – Kapitel 2: Die verschwundene Lieblingsschnecke

 

An diesem Morgen war Borstel putzmunter.
Er hatte herrlich geschlafen,
geträumt von Apfelpfannkuchen und tanzenden Regenwürmern.
(Er wusste nicht, woher der Traum kam – aber er war lustig.)

Borstel streckte sich, gähnte genüsslich und rief:

„Guten Morgääähn, Roswitha!“

Roswitha war seine Lieblingsschnecke.
Langsam, glitschig, ein bisschen grummelig –
aber mit einem Herz so groß wie ein Kürbis.

Doch heute kam keine Antwort.

Borstel rollte zur alten Baumwurzel,
wo Roswitha sonst ihren „Frühstücksmatsch“ schleckte…

Leer.

Kein Schleim, keine Spur, kein Schnarchen.

„Roswitha? Roswiiitha?“
Borstel drehte jeden Grashalm um,
schnüffelte am Farn,
schaute sogar unter seinen Schlafteppich (nur für alle Fälle).

Roswitha war verschwunden.

 

🕵️‍♂️ Die große Schneckenspurensuche

 

Borstel beschloss: „Ich werde sie finden. Ganz allein. Wie ein echter Held.“

Er schnappte sich seine kleine Nuss-Schale als Helm,
ein Stöckchen als Zauberstab
und ein Blatt als Karte.
(Nicht dass sie ihm wirklich half – aber es fühlte sich abenteuerlich an.)

Er rollte über Wurzeln,
kletterte über einen hohlen Pilz,
und befragte sogar einen Käfer namens Knarz.

„Roswitha? Nie gehört. Aber hier riecht’s nach Matsch – vielleicht da entlang!“

 

💡 Die große Erkenntnis

 

Nach einer halben Stunde und drei Stürzen
entdeckte Borstel ein schleimiges Glitzern unter einem Blatt.

Und da lag sie –
Roswitha.
Schnarchend.
Im Mittagsschläfchen.
Mit einer halben Erdbeere als Kissen.

„Also wirklich“, schimpfte Borstel –
„Ich dachte, du wurdest entführt! Von Elfen oder Spatzen oder…“

„Ich hatte einfach Hunger und bin dann müde geworden“,
murmelte Roswitha gähnend.

Borstel seufzte.
Dann lachte er.
Und legte sich einfach dazu.
Denn manchmal… ist das größte Abenteuer einfach eine gute Pause.

 

🦔 Borstels Weisheit des Tages:

 

Manchmal ist das, was du suchst, gar nicht weg.
Du musst nur genau hinschauen – und ein bisschen lachen können.

 

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📖 Borstel – Kapitel 3: Der große Stinkpilz-Schreck

 

Es war ein wunderbar sonniger Tag,
und Borstel hatte nur ein Ziel:
Picknick!

Er hatte sich extra ein Gänseblümchen um den Hals gelegt
(weil er dachte, das sieht wichtig aus)
und trug ein Kleeblatt wie einen Umhang.

„Heute wird ein Festtag!“, rief er.
„Ich feiere das Leben, die Sonne – und meine sieben Stachel, die perfekt sitzen!“

Er hatte sich einen gemütlichen Platz ausgesucht –
unter einem knorrigen Pilz, der ein bisschen wie ein Tisch aussah.

Doch dann passierte es...

💨 „Haaaatschiiiii!“

Borstel nieste.
Und nochmal.
Und noch mal!

Der Pilz stank plötzlich fürchterlich!

„Uuugh! Wer hat dem Pilz faule Eier ins Herz gepustet?!“, schniefte Borstel.

Er rannte zurück, schnupperte an sich selbst (alles normal),
und schimpfte laut:

„Das war der schlimmste Picknickplatz aller Zeiten!“

 

🧠 Der kluge Dachs

 

Gerade als Borstel überlegte,
ob er seinen Picknick-Tag nun weinend beenden sollte,
kam der alte Dachs Gregor daher.

„Na, Kleiner – erwischt vom Stinkpilz?“

„Stink... was?!“

„Das war ein Tintenfischpilz. Die stinken nur, wenn sie sich verlieben.“

„Na großartig“, murmelte Borstel,
„jetzt wurde ich von einem liebeskranken Pilz vergast.“

 

🍓 Die Rettung

 

Gregor lächelte und zeigte ihm eine Stelle voller Walderdbeeren.
„Iss das – macht alles wieder gut.“

Borstel tat’s –
und vergaß die Nase,
den Pilz,
das Drama.

Er lächelte, kaute und sagte:

„Lektion gelernt: Nicht jeder Tisch ist ein guter Picknickplatz.“

🦔 Borstels Weisheit des Tages:

 

Manchmal stinkt das Leben ein bisschen.
Aber dann kommen die Erdbeeren – und alles wird gut.

 

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📖 Borstel – Kapitel 4: Der Heuler am Gartenteich

 

Es war ein ruhiger Nachmittag,
die Sonne stand golden über der Wiese,
und Borstel hatte mal wieder nichts zu tun.

„So ein Tag“, brummte er,
„an dem selbst das Gras zu müde zum Wachsen ist.“

Also rollte er los – einfach so.
Ohne Ziel, ohne Plan,
nur seinem Bauchgefühl nach.

Und wie so oft,
war genau das der Beginn eines echten Abenteuers.

 

🌊 Der Teich, der flüsterte

 

Borstel kannte den alten Gartenteich am Rande des Waldes.
Er war ruhig, klar – und hatte einen kleinen Strand,
den jemand liebevoll aus Sand und Steinen gebaut hatte.

„Hm… hier war ich lange nicht mehr“, murmelte Borstel
und tappte neugierig näher.

Doch plötzlich hörte er es:

„Mmmhhff… Mmmööööhhh… Mmmöööhüüüff…“

Ein seltsames Geräusch.
Ein bisschen wie eine Mischung aus Gähnen, Wellenrauschen –
und jemandem, der gleichzeitig weint und pupst.

 

🦭 Das Heulbündel mit Knopfaugen

 

Hinter einem Apfelbaum,
direkt neben einem kleinen Spielhaus,
lag ein rundes, weiches, ganz weißes Wesen.
Mit Glubschaugen.
Und Tränen.
Und einem Apfel auf dem Bauch.

„Uhm… hallo?“, piepste Borstel vorsichtig.

Das Wesen erschrak –
rollte in den Sand –
und rief:
„Ich bin Robby! Und ich hab mich verlaufen! Und der Apfel war zu schwer! Und ich bin noch ganz klein! Und… und… ich bin ein Heuler!“
(Schon wieder kamen Tränen.)

 

Die Begegnung, die alles veränderte

 

Borstel setzte sich einfach hin.
Schaute Robby an.
Und sagte nichts.

Dann holte er ein Blatt raus,
wischte Robbys Tränchen weg
und schob ihm ganz langsam den Apfel wieder hin.

„Du bist nicht verloren.
Du bist nur angekommen.“

Robby schniefte,
lächelte vorsichtig –
und machte einen kleinen Purzelbaum in den Sand.

 

🧺 Der Beginn einer Freundschaft

 

Seit diesem Tag war Robby nie wieder allein.
Er baute sich ein kleines Häuschen am Teich
(die Menschenkinder hatten es wohl vergessen).
Und Borstel besuchte ihn regelmäßig –
meist mit einem Apfel im Gepäck. 🍎

Sie redeten.
Lachten.
Heulten (nur Robby).
Und entdeckten:

Freunde finden sich genau dann,
wenn man am wenigsten damit rechnet –
aber am meisten einen braucht.

 

🦔 Borstels Weisheit des Tages:

 

Manchmal hörst du nur ein Heulen –
und plötzlich hast du einen Freund fürs Leben.

 

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📖 Borstel – Kapitel 5: Farbenfrohe Pyramiden und ein Schneckenstaunen

 

Borstel war wieder mal bei Robby am Teich.
Die Sonne glitzerte auf dem Wasser,
und der Tag hatte genau die richtige Temperatur,
um etwas Wundervolles zu tun.

Robby blätterte gerade in einem alten, etwas zerknitterten Buch,
das sie letzte Woche unter einem Apfelbaum gefunden hatten.
Darin standen Bastelideen –
für Regentage, Sommerfeste und Abenteuergeburtstage.

„Wir könnten… etwas bauen!“, rief Borstel begeistert.
„Etwas Buntes! Etwas Großartiges! Etwas mit… Steinen!“

 

🪨 Die Steinpyramiden-Baustelle

 

Also sammelten die beiden flache Steine –
kleine, große, runde, eckige.
Sie stapelten sie zu kleinen Pyramiden,
die ein bisschen schief, aber sehr stolz wirkten.

„So wie du“, lachte Robby,
„ein bisschen schief – aber ganz großartig!“

Borstel kicherte.
Dann holten sie Pinsel, Wasser und einen alten Farbkasten,
den Robby mal im Spielhaus gefunden hatte.

Sie malten Streifen, Punkte, Herzen, Spiralen,
und Robby versuchte sogar, ein Gesicht auf einen Stein zu malen.
(Sah am Ende eher aus wie eine verrutschte Banane – aber hey.)

 

🐌 Das Staunen im Schneckentempo

 

Gerade als sie die letzte Pyramide bemalten,
hörten sie ein leises „Oooooohhh…“

Sie drehten sich um –
und da saßen drei Schnecken.
Langsam.
Verwundert.
Staunend.

Die Spitze ihrer Pyramide war nämlich genau das Dach ihres Schneckenhauses!

„Oh“, murmelte Borstel verlegen.
„Habt ihr jetzt ein neues Haus... oder sind wir etwa eingebrochen?“

Die Schnecken kicherten – so gut es eben geht mit Schleimlippen –
und riefen:
„Wir finden’s schön! Das ist jetzt die schönste Schnecken-Villa der Welt!“

 

🍍 Die große Obstsalat-Party

 

Am Abend saßen alle zusammen im weichen Gras.
Robby hatte Obst geschnippelt,
Borstel hatte Honig aus einer alten Wabe gefunden,
und die Schnecken…
naja, die schleimten sich einfach wohlig durch den Melonensaft.

Sie lachten.
Erzählten Geschichten.
Und feierten das Leben –
mit bunten Pyramiden und bunten Herzen.

 

🦔 Borstels Weisheit des Tages:

 

Manchmal brauchst du nur ein paar Steine, Farbe und Freunde –
und du schaffst etwas, das andere staunen lässt.


Wenn Kunst nach Apfel duftet und leise gluckst,
war Robby nicht weit. 🦭

 

 

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📖 Borstel – Kapitel 6: Die verschwundene Mütze und das große Raten

 

An einem windigen Morgen saß Borstel auf seinem Lieblingsstein
und pustete Pusteblumen in alle Richtungen.

„Heute ist ein guter Tag für Unsinn“, sagte er zufrieden
und setzte sich seine kleine Mütze schief auf den Kopf.
(Das tat er immer so – denn „gerade Mützen sind für Erwachsene“.)

Aber als er kurz nieste –
war sie weg.

Die Mütze.
Seine Lieblingsmütze.
Die mit dem kleinen Knopf obendrauf.

 

🌀 Der große Mützenwirbel

 

„Das war der Wind!“, rief Robby.
„Oder ein frecher Vogel!“
„Oder ein Mützenfresser mit unsichtbaren Pfoten!“

„Unsichtbare Pfoten gibt’s nicht!“, schimpfte Borstel.
„Aber wenn doch, dann will ich auch welche!“

Also starteten sie ihre Suche:

Unter dem Spielhaus → nur eine verschimmelte Erdbeere

Hinter dem Apfelbaum → ein schlafender Käfer

Im Teich → Robby fiel aus Versehen rein (Platsch!)

 

🕵️‍♂️ Die Spur führt zur Krähe

 

Plötzlich hörten sie ein Krächzen –
hoch oben in einem Baum.

Dort saß eine Krähe.
Und trug: Borstels Mütze.

Etwas schief.
Etwas stolz.
Etwas… frech.

„Hey! Das ist meine Mütze!“, rief Borstel empört.
Die Krähe schnatterte:

„Find ich cool. Trägt sich gut. Macht mich wichtig.“

 

🤝 Der Handel des Tages

 

Borstel war wütend.
Aber Robby hatte eine Idee.

Er rollte ein kleines glänzendes Knopfstück heran,
das er mal im Garten gefunden hatte.

„Willst du das? Es blinkt…“
Die Krähe glotzte.

„Mhh… schick. Deal.“

Sie ließ die Mütze fallen
und schnappte sich das Knopfstück.

Borstel setzte sie sich wieder auf –
schief, versteht sich.

 

🎉 Die Feier danach

 

Sie feierten mit Apfelstücken,
Robby mit einem Handtuch um den Bauch,
und Borstel… mit seiner Mütze, die jetzt nach Krähenpopo roch.

„Macht nix“, sagte er.
„Riecht nach Abenteuer.“

 

🦔 Borstels Weisheit des Tages:

 

Auch wenn dir jemand was klaut –
bleib schlau, bleib frech und hol’s dir zurück.
Oder mach was Besseres draus.

 

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📖 Borstel – Kapitel 7: Das Geheimnis hinter der alten Stadtmauer

 

Borstel war aufgeregt.
So aufgeregt, dass er seine Stachel kaum sortieren konnte.
Heute wollte er Robby sein größtes Geheimnis zeigen.

„Komm schon!“, rief er und hüpfte von einem Apfel zur nächsten Wurzel.
Robby plumpste hinterher.
„Wohin gehen wir? Was machst du da? Ist es gefährlich? Gibt’s Kekse?“

Borstel lachte.

„Nur Mut. Du wirst gleich staunen.“

 

🌳 Der Kastanienbaum mit den hängenden Zweigen

 

Sie erreichten eine alte Stadtmauer.
Verwachsen. Bemoost.
Und davor – ein riesiger Kastanienbaum,
dessen Äste so tief hingen,
dass man kaum noch Licht sah darunter.

„Hier… war ich noch nie“, flüsterte Robby ehrfürchtig.
„Genau deshalb!“, grinste Borstel.

Die beiden krochen unter die Zweige,
und dort, im dichten Schatten,
tauchte eine schwere, dunkle gothische Tür aus der Mauer auf.
Verziert mit Eisen, Moos und Zeit.

 

🗝️ Die Tür, die nicht für alle ist

 

„Wow!“, staunte Robby.
„Wie willst du DIE denn aufbekommen?!“

Borstel grinste.
„Gar nicht.“

Er zog ein paar Zweige beiseite –
und dort, verborgen hinter einem Busch,
war eine kleine Holztür, kaum größer als ein Schuhkarton.
Versteckt. Geheim. Magisch.

„Das hier ist unsere Tür.
Ich habe sie gebaut – nur für uns.
Kein Mensch kennt sie. Kein Vogel. Kein Dachs.“

„Nicht mal Gregor der Dachs?!“, japste Robby.
„Nicht mal Gregor“, sagte Borstel stolz.

 

🌼 Das verborgene Paradies

 

Sie traten hindurch –
und standen in einem Garten,
wie ihn kein Malbuch hätte schöner zeichnen können.

Blumen in allen Farben

Zucchini, Kürbisse, Bohnen an langen Stäben

Apfelbäume, Birnbäume, Pflaumenbäume

Und ein kleines Bächlein, das klang wie flüsterndes Lachen

„Das… ist das Paradies!“, flüsterte Robby.
„Das ist unser Paradies“, flüsterte Borstel.

 

💫 Das Abenteuer beginnt

 

Sie pflückten Beeren,
versteckten sich hinter Sonnenblumen,
legten sich in den Schatten des Kastanienbaums,
und schworen sich:

„Egal, was passiert –
das hier bleibt unser Ort.“

Und an diesem Tag
begann ein neues Kapitel.
Eins mit Magie,
mit Freundschaft,
und einem Zaubergarten,
den nur zwei wussten.

 

🦔 Borstels Weisheit des Tages:

 

Die schönsten Orte findest du nicht auf Karten –
sondern im Herzen eines Freundes.

 

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📖 Borstel – Kapitel 8: Der fliegende Apfel und das geheime Zeichen

 

Der Morgen im Zaubergarten begann wie immer:
mit Sonne, Vogelgezwitscher und einer Portion Unsinn.

Borstel balancierte einen Apfel auf dem Kopf,
während Robby versuchte, rückwärts über eine Bohnenranke zu robben.

„Ich nenne es die Robbenrolle!“, rief Robby.
Borstel kicherte.
„Ich nenne es die Robbenrolle-Rumpelpurzel!“

Und ZACK! fiel ihm der Apfel vom Kopf –
und landete genau… auf einem Stein.

Der Apfel zerplatzte –
und da war etwas.
Etwas, das unter dem Saft auf dem Stein glänzte.

 

🧩 Das Zeichen

 

Borstel rieb die Stelle mit seinem Blattlappen.
Darunter kam eine Art Zeichen zum Vorschein:
eine spiralförmige Einkerbung mit drei kleinen Punkten daneben.

„Robby… siehst du das?!“

Robby robbte näher.
„Sieht aus wie… ein Igel mit Bauchnabel?“
„Nein!“, sagte Borstel ehrfürchtig.
„Das ist ein Zeichen! Vielleicht ein uraltes Gartengeheimnis!“

 

🔍 Die Spurensuche beginnt

 

Sie folgten der Richtung,
in die die Spiralspitze zeigte.
Hinter Lavendelbüschen,
unter einer Hängekirsche hindurch,
bis zu einem kleinen Hügel aus Steinen.

Dort lag:
Ein weiteres Zeichen!
Und ein kleiner, moosiger Deckel.

„Das ist eine Truhe!“, flüsterte Robby.
„Oder ein Komposthaufen“, flüsterte Borstel.

Sie zogen den Deckel auf…
und fanden:
Eine Dose mit alten Samen, einer zerfledderten Karte –
und einem Brief!

 

💌 Der Brief aus der Vergangenheit

 

Die Schrift war verblasst,
aber sie konnten gerade noch lesen:

„Wenn ihr das hier gefunden habt,
seid ihr würdig, das Geheimnis des Gartens zu entdecken.
Sät die Samen, folgt dem Wind –
und das Licht wird euch führen.“
Ein Freund

Robby war sprachlos.
Borstel strahlte.
„Wir sind Teil eines größeren Wunders, Robby.“

 

🌱 Der Beginn vom Nächsten

 

Sie pflanzten die Samen,
zeichneten die Spirale in den Boden
und setzten sich nebeneinander.

„Ich glaub, wir sind jetzt Gartenhüter“, sagte Robby.

„Ich glaub… wir sind mehr“, sagte Borstel.
„Wir sind Geschichtenschreiber.“

Und irgendwo in den Baumwipfeln
flüsterte der Wind:
„Willkommen, ihr zwei.“

 

🦔 Borstels Weisheit des Tages:

 

Manchmal beginnt das größte Abenteuer mit einem runtergefallenen Apfel.

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📖 Borstel – Kapitel 9: Das Rascheln in der Nacht

 

Die Sterne funkelten über dem Zaubergarten,
und Borstel hatte sich in ein Kleeblatt-Kissen gekuschelt.
Robby schnarchte leise neben ihm –
sein Atem klang wie das Meeresrauschen in einer Flasche.

Doch plötzlich…

Raschel. Raschel. SCHNÜFF.

Borstel war sofort wach.
Er hob die Ohren, drehte sich, spitzte die Nase.

„Das war kein Wind. Das war… jemand.“

 

🕯️ Der geheime Nachtspaziergang

 

Borstel stupste Robby wach.
„Hörst du das?! Da ist was im Garten!“

„Ein Apfel, der schläft?“, murmelte Robby.
„Ein Bär mit Blähungen?“

Borstel rollte mit den Augen.
„Komm mit. Das wird ein echtes Mitternachtsabenteuer.“

Sie nahmen die leuchtende Glühwürmchenlaterne,
die Borstel mal gebastelt hatte,
und schlichen los – ganz leise,
wie zwei Agenten mit viel zu kurzen Beinen.

 

🌾 Das Rascheln führt zum Zaun

 

Am Rand des Gartens,
wo der wilde Wein an der alten Mauer wuchs,
bewegte sich etwas.

Etwas Dunkles.
Etwas Kleines.
Etwas, das… zitterte.

Borstel trat näher.
Und dann sah er:

Ein kleines Kaninchen – mit zerzaustem Fell und riesigen Augen.

„Ohhh…“, flüsterte Robby.
„Es sieht aus, als hätte es seine Möhre verloren. Oder sein Zuhause.“

 

🐇 Das Kaninchen mit dem Papierschnipsel

 

Borstel hockte sich hin.
„Keine Angst. Wir sind Freunde.“

Das Kaninchen rückte einen Zentimeter näher
und ließ einen kleinen Papierschnipsel fallen.

Darauf stand:
„Ich bin Flix. Ich habe mich verirrt. Ich wollte nur den Sternen folgen.“

Robby quietschte vor Rührung.
„Ein Sternenwanderer! Borstel! Der muss bei uns bleiben!“

Borstel nickte.

„Dann wird’s wohl Zeit, ein Gästezimmer aus Moos zu bauen.“

 

🌌 Die Nacht der neuen Freundschaft

 

Sie legten sich zu dritt in eine alte Kürbishöhle,
Flix kuschelte sich an Robbys Bauch,
Borstel hielt die Glühwürmchenlaterne
und flüsterte:

„Du bist jetzt Teil unseres Gartens, Flix.
Und wo Freundschaft ist – da findet man immer nach Hause.“

 

🦔 Borstels Weisheit des Tages:

 

Manchmal kommt in der Dunkelheit etwas zu dir,
das du nie gesucht hast –
aber das du dein Leben lang brauchst.

 

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📖 Borstel – Kapitel 10: Ein Bild für die Freundschaft

 

Am nächsten Morgen lag Nebel über dem Zaubergarten.
Die Luft roch nach feuchtem Gras, warmem Moos und einem Hauch von Abenteuer.

Borstel hatte eine Idee.
„Wir brauchen… ein Bild!“

„Ein Apfelbild?“, fragte Robby.
„Ein Möhrenbild?“, flüsterte Flix.

„Nein!“, lachte Borstel.

„Ein Bild, das zeigt, dass wir Freunde sind. Für immer.“

 

🎨 Die große Farbensause

 

Sie bastelten Farben aus Beeren, Blüten und Erde.
Robby verteilte die Matschpalette mit seiner Flosse,
Flix kleckste vorsichtig mit den Ohren,
und Borstel tauchte seine Pfoten ins Brombeermatschrot.

Dann drückten sie sie auf ein altes Stück Holz:

Ein Flossenabdruck

Ein Pfotenabdruck

Zwei lange Hasenohren-Schleifspuren
Und mittendrin ein Herz aus Apfelsaft und Moos.

„Das ist unser Freundschaftsbild“, sagte Borstel leise.
„Und jeder bekommt eins.“

 

🧁 Die Mut-Mach-Party

 

Am Abend deckten sie den Moostisch.
Es gab Obstspieße, Brombeersaft und Käsekleckerkugeln.
Und dann… begannen sie sich gegenseitig etwas zu sagen:

„Robby, du bringst mich immer zum Lachen – selbst wenn ich grummelig bin“, sagte Borstel.

„Flix, du bist mutiger, als du denkst. Du hast deinen Weg ganz allein hierher gefunden“, sagte Robby.

„Borstel… du hast mir ein Zuhause geschenkt“, sagte Flix.
„Und du glaubst an uns alle.“

 

📝 Was uns gelingt

 

Am Ende des Tages legten sie sich in den Garten,
der Sternenhimmel über ihnen –
und ein kleines Notizblatt vor jedem.

Darauf schrieben (oder malten) sie:

Was ihnen heute gut gelungen war

Was sie an sich selbst mochten

Und wofür sie heute dankbar waren

„Ich bin dankbar für Brombeersaft.“
„Ich hab heute meine Angst überwunden.“
„Ich kann gut zuhören.“

 

🦔 Borstels Weisheit des Tages:

 

Manchmal brauchst du gar nicht so viel.
Nur Freunde, Farben –
und ein kleines Lob zur richtigen Zeit.

 

 

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📖 Borstel – Kapitel 11: Das Bilderrahmen-Abenteuer im Klenzepark

 

Es war ein sonniger Tag,
und Borstel hatte eine ganz verrückte Idee:

„Kommt, wir machen einen Ausflug in die Stadt! Ich kenne da was ganz Besonderes!“

Robby und Flix wussten:
Wenn Borstel „etwas Besonderes“ sagt –
wird es nie langweilig.

Also machten sie sich auf den Weg –
über Wiesen, unter Brücken,
bis sie den Klenzepark in Ingolstadt erreichten.

 

🖼️ Der magische Rahmen

 

Mitten auf der Wiese stand er:
Ein riesiger, hölzerner Bilderrahmen –
so groß wie ein Apfelbaum
und perfekt ausgerichtet,
damit man durch ihn das Schloss, die Donau
und einen Teil der Altstadt sehen konnte.

„Hier!“, rief Borstel.
„Wenn man sich da rein stellt, sieht’s aus wie ein echtes Gemälde!“

„Ein lebendes Bild?“, fragte Robby.
„Ein Flix-im-Rahmen-Kunstwerk?“, rief Flix.
„Genau!“, grinste Borstel.

 

📸 Der Fotograf kommt

 

Gerade als sie sich auf den Rahmen setzen wollten,
kam ein Mann mit einem großen Hut,
einer viel zu langen Weste
und einer alten Polaroidkamera.

„Ahh… perfektes Licht. Die Stadt – die Ruhe – das Bild meines Lebens!“, murmelte er.

Die drei Freunde sahen sich an.
Dann kicherten sie.

Und dann begann das große Fotoshooting.

 

📷 Klick! – Pose 1

 

Borstel stand aufrecht wie ein General,
Robby warf ein Beinchen in die Luft
und Flix machte den Superhasen-Sprung.

Klick!
Das Bild schoss heraus…
und der Fotograf starrte es an.

„Was zum…? Ein Igel?! Eine Robbe?! Ein Hase?! Das ruiniert mein Kunstwerk!“

Er warf das Bild auf den Boden, knurrte –
und versuchte es nochmal.

 

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📷 Klick! – Pose 2

 

Diesmal hingen sie wie Clowns über den Rahmen,
Zunge raus, Flossen hoch, Hasenohren aufgestellt.

Klick!

„ARRRGH! Was soll DAS?!“, rief der Fotograf.
Wieder landete das Bild im Gras.

 

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📷 Klick! – Pose 3

 

Diesmal saßen sie ganz brav.
Mit Blümchen, lächelnd, süß wie Zucker.

Klick!

„Nein! Jetzt sind sie zu süß! Das ist doch… unnatürlich!“, brüllte der Fotograf
und stapfte davon –
die Kamera in der Hand,
die Geduld verloren,
aber ohne die Bilder.

 

🖼️ Das schönste Mitbringsel

 

Die drei warteten kurz,
dann sprangen sie runter,
sammelten die drei Polaroids auf
und kicherten wie wild.

„Schaut mal – wir sind Kunst!“, rief Flix.

„Und wir haben gleich drei Erinnerungen“, strahlte Robby.

Borstel steckte sie vorsichtig in ein altes Blätterkuvert.

„Diese Bilder sind nicht perfekt –
aber sie zeigen, wer wir wirklich sind.“

Und das war:
Ein Herz, drei Freunde – und ein Platz im Bilderrahmen der Welt.

 

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🦔 Borstels Weisheit des Tages:

 

Manche Erinnerungen schenkt dir das Leben,
wenn du einfach nur du selbst bist –
auch wenn’s anderen nicht passt.

 

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📖 Borstel – Kapitel 12: Der schlaue Igel und das Rennen mit dem Fuchs

 

Borstel saß gemütlich im Gras
und beobachtete, wie Robby mit einer Melonenschale jonglierte
und Flix versuchte, rückwärts über eine Baumwurzel zu hüpfen.

Da raschelte es plötzlich im Gebüsch –
und ein schlauer, rotbrauner Kopf lugte hervor.

Der Fuchs.

Mit seiner langen Schnauze,
dem buschigen Schwanz
und einem Blick, der sagte:
„Ich bin schnell. Ich bin stark. Ich bin besser als ihr.“

 

🦊 Der Fuchs lästert

 

„Na, na, na… was haben wir denn da?
Ein Igel, der sich ausruht.
Ein Hase, der Purzelbäume macht.
Und ein Seehund, der aussieht wie ein Ball mit Flossen.“

Borstel schaute gelassen auf.
„Hallo auch. Was verschafft uns die Ehre der Großspurigkeit?“

„Ich will ein Rennen!“, rief der Fuchs.
„Gegen dich, Igel! Ich hab gehört, ihr seid langsam wie schmelzender Käse. Zeit, das zu beweisen!“

 

🤔 Der schlaue Plan

 

Borstel dachte kurz nach.
Dann grinste er.

„Na gut. Morgen früh, am großen Baum. Startlinie. Ziel ist am Hügel.“

Als der Fuchs davonging,
kicherte Borstel leise.

„Wir brauchen einen Trick. Und ich weiß auch schon, wie.“

Robby sprang auf.
„Ich hab da was! Mein Faschingskostüm! Ein Igelanzug!“

Flix hob eine Pfote.
„Ich zieh’s an! Ich kann super stillstehen!“

 

🏁 Das große Rennen

 

Am nächsten Morgen stand der Fuchs an der Startlinie.
Er wippte mit den Pfoten,
wärmte seine Beine,
und schielte zu Borstel.

„Bereit, Stachelchen?“

„Immer“, grinste Borstel.

Los!

Der Fuchs schoss los wie ein Pfeil –
doch am Ziel stand… ein Igel.

„Ich bin schon da!“, rief Flix im Igelkostüm.

Der Fuchs blieb erschrocken stehen,
drehte um und raste zurück zum Start.

Dort stand… wieder ein Igel.
Diesmal Borstel.

„Ich bin schon da!“, rief er.

 

😳 Der Fuchs wird still

 

Der Fuchs lief noch ein paar Mal hin und her,
immer wieder war der Igel „schon da“.

Am Ende war er völlig fertig,
der Schwanz schleifte im Staub,
und sein Stolz war verschwunden wie der Morgentau.

„Was… wie…?“, stammelte er.
„Ich… verliere nicht. Ich bin doch… der Schnellste.“

„Tja“, sagte Borstel,
„aber manchmal ist Klugheit schneller als Pfoten.“

Der Fuchs trottete davon –
ganz leise.

 

🎉 Das große Lachen danach

 

Später lagen die drei Freunde im Gras,
aßen Apfelstücke und kicherten wie verrückte Mäuse.

„Du sahst aus wie ein Igel auf zwei Beinen!“, rief Robby.
„Und du wie ein schmelzender Käse“, kicherte Flix.

Borstel lachte Tränen.
„Ich glaub, das war das beste Rennen meines Lebens.“

 

🦔 Borstels Weisheit des Tages:

 

Wenn du nicht gewinnen kannst –
denk anders.
Und wenn du Freunde hast,
bist du sowieso unschlagbar.

 

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📖 Borstel – Kapitel 13: Der Rätselbaum

 

Im hinteren Teil des Zaubergartens,
da, wo das Gras höher wuchs und die Sonnenstrahlen wie flüsternde Fäden durch die Zweige fielen,
stand ein großer, knorriger Baum.

Keiner wusste, wie alt er war.
Aber Borstel hatte ihn schon immer gemocht.

„Der Baum sieht aus, als hätte er Geschichten auf der Rinde“, sagte er einmal.
Robby wollte ihn schon mit Marmelade einreiben, damit er spricht.
Flix hörte ihn manchmal knarzen und sagte:

„Ich glaub, der denkt nach.“

 

✨ Das erste Zeichen

 

Eines Morgens entdeckte Borstel etwas:
An der Rinde war ein frisches, eingeritztes Zeichen –
eine Spirale, darunter drei kleine Blätter.

Und daneben ein Zettel:

„Wer denkt, der findet. Wer sucht, der sieht. Wer fühlt, versteht.“

„Das ist… ein Rätsel!“, rief Borstel.

Flix hüpfte vor Aufregung.
Robby kaute nervös auf einem Grashalm.
„Das klingt nach einer Prüfung… oder einem geheimen Spiel!“

 

🧠 Das Rätsel-Spiel beginnt

 

Jeden Tag fanden sie ein neues Symbol:

Eine Nuss mit einer Linie

Ein Tropfen über einer Wurzel

Drei Kreise und ein Pfeil

Und jeden Tag mussten sie gemeinsam überlegen:

Was bedeutet das?

Wo müssen wir hin?

Was steckt dahinter?

Mal war die Lösung ein Brunnen,
mal ein Beet mit Karotten,
mal ein Schattenplatz unter der alten Bank.

Jedes Mal, wenn sie es schafften,
fiel eine kleine goldene Eichel aus dem Baum.
Und immer steckte darin ein neuer Satz:

„Gemeinsam seid ihr klüger.“
„Sehen ist nicht alles – spüren zählt mehr.“
„Wer fragt, hat schon fast gewonnen.“

 

🦉 Das Geheimnis wird gelüftet

 

Eines Tages hörten sie ein Rascheln in der Baumkrone.
Und dann… landete ein alter, weißer Kauz auf einem Ast.

„Ihr habt es geschafft“, krächzte er.
„Der Baum hat mich gebeten, euch zu testen.
Denn nur wer denkt UND fühlt,
kann wahre Hüter des Gartens sein.“

Borstel verbeugte sich.
Flix kippte dabei fast um.
Robby grinste:

„Dürfen wir jetzt auch Rätsel machen?“

Der Kauz nickte.
„Aber denkt daran: Nicht zu schwer.
Und mit einem Augenzwinkern.“

 

🦔 Borstels Weisheit des Tages:

 

Manche Rätsel lösen sich nicht mit dem Kopf – sondern mit Herz und Freundschaft.

 

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📖 Borstel – Kapitel 14: Die große Waldbühne

 

Eines Tages kam Flix völlig aus dem Häuschen durch den Garten gehüpft.
„Ich hab’s! Ich hab’s! Ich weiß, was wir machen!“

„Was denn? Einen Apfelweitwurf?“, fragte Borstel.
„Ein Melonenbad?“, vermutete Robby.

„Nein!“ rief Flix,

„Wir machen ein Theaterstück! Mit Bühne! Und Kostümen! Und Applaus!“

Borstel blinzelte.
Robby klatschte vorsichtig mit den Flossen.
„Also ich… kann gut Applaus machen“, sagte er.
„Ich kann ein Baum sein!“, meinte Borstel.

 

🎭 Die Vorbereitung

 

Am Rand des Zaubergartens stand ein umgefallener, moosiger Baumstamm –
perfekt als Bühne.

Robby spannte Blätter als Vorhang.
Borstel malte Kulissen auf Baumrinde.
Und Flix… wollte unbedingt den großen, dramatischen Bösewicht spielen.

„Aber was ist die Geschichte?“, fragte Borstel.
Flix wedelte mit den Ohren:

„Egal! Wir spielen einfach los!“

 

😵‍💫 Das Chaos beginnt

 

Das Stück begann mit:

Borstel als König Igelbart der Erste

Robby als Hofmusikant mit Melonenschale-Trommel

Und Flix als mysteriöser Drache (mit Karottenschwanz)

Doch schnell war klar:
Niemand wusste, was als Nächstes kommt.
Flix redete durcheinander.
Borstel stolperte über seinen Thron.
Robby vergaß, wann er trommeln sollte –
und trommelte aus Versehen mitten in den Text.

 

🤭 Der große Lachanfall

 

Irgendwann lachten sie alle so sehr,
dass Flix rückwärts vom Baumstamm fiel,
Robby sich in seinem Vorhang verhedderte
und Borstel den Apfel warf – der im Moos landete wie ein Schlussgong.

„Also das war…“, japste Flix,
„…das beste Theaterstück aller Zeiten!“

„Ohne Text, ohne Plan – aber mit ganz viel Herz“, sagte Borstel.

 

🎉 Die beste Vorstellung ist das echte Leben

 

Sie legten sich nach der Show in die Wiese.
Und Borstel flüsterte:

„Ich glaube… wenn man einfach man selbst ist –
spielt man die schönste Rolle im ganzen Leben.“

 

🦔 Borstels Weisheit des Tages:

 

Du musst nicht perfekt sein –
nur du selbst.
Und das reicht völlig für Applaus.

 

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📖 Borstel – Kapitel 15: Die goldene Walnuss

 

Der Herbst hatte den Zaubergarten verzaubert:
rote Blätter segelten durch die Luft,
die Äste bogen sich unter goldenen Früchten
und Borstel sammelte Vorräte mit einem Lied auf den Lippen.

„Ein Apfel für später,
ein Blatt für den Spaß,
und was ich heut finde,
kommt morgen in mein Fass!“

Plötzlich hörte er:
Klong.

Ein ungewohnter Ton.
Er kam aus dem Laub unter dem alten Walnussbaum.

 

✨ Der Fund

 

Zwischen zwei Blättern lag sie:
Eine Walnuss.
Aber nicht irgendeine.
Sie war glänzend gold, mit einer kleinen Gravur:

„Wer mich knackt,
erkennt, was wirklich zählt.“

„Oho… eine Wunsch-Walnuss?“, flüsterte Borstel.
Er rief sofort Robby und Flix.

 

🧪 Die Versuche

 

Die drei Freunde probierten alles:

Borstel versuchte es mit dem Apfelstampfer.

Robby rollte sich drauf.

Flix las der Nuss ein Gedicht vor – in Reimform.

Aber nichts geschah.

„Vielleicht braucht sie... Vertrauen“, sagte Borstel.
„Oder Liebe“, murmelte Robby.
„Oder Kuchen“, seufzte Flix.

 

🌰 Die Lösung – ganz leise

 

Sie setzten sich einfach hin.
Still.
Gemeinsam.
Und sprachen über das, was ihnen wirklich wichtig war:

Dass sie einander hatten.

Dass jeder Tag im Zaubergarten ein Geschenk war.

Dass das Leben schön war – auch ohne Wünsche.

Und dann – knack.
Die Walnuss öffnete sich.
Ganz sanft.
Und heraus fiel…
ein Zettel.

Darauf stand:

„Der größte Schatz liegt nicht in Gold –
sondern in dem, was ihr bereits seid.“

 

🦔 Borstels Weisheit des Tages:

 

Wahre Wunder findest du nicht im Wunsch –
sondern in der Wertschätzung.

 

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📖 Borstel – Kapitel 16: Robby und die verschwundene Lieblingsflosse

 

Robby war still.
Viel stiller als sonst.
Keine Melonenkugeln flogen durch die Luft.
Keine Purzelbälle.
Nicht mal ein leises Flossenklatschen.

„Was ist los?“, fragte Borstel vorsichtig.
Flix spitzte seine Ohren.

Robby sah zu Boden.

„Meine Kuschelflosse ist weg…“

 

🧸 Die Flosse aus Kindertagen

 

Robby hatte als kleiner Heuler eine Stoffflosse bekommen.
Weich, weiß und mit einem kleinen roten Herz drauf.
Er schlief nie ohne sie.
Wenn er traurig war, roch er daran.
Wenn er sich freute, warf er sie in die Luft.

„Sie ist nicht einfach nur Stoff…
sie ist Erinnerung“, sagte Robby leise.

 

🔍 Die große Flossensuche

 

Ohne zu zögern starteten Borstel und Flix die Suche.

Hinter dem Spielhaus → nichts

Unter Robbys Lieblingsapfelbaum → nur Apfelbutzen

Im Fluss? → Flix sprang kurz rein (nur zur Sicherheit)

Im Geheimversteck? → nein, nur alte Brombeerbonbons

„Sie ist weg“, flüsterte Robby traurig.

 

💡 Die Entdeckung

 

Borstel setzte sich ganz nah zu ihm.
„Manche Dinge sind eben wertvoll,
weil sie Teil von uns sind.“

„Und manche Dinge sind… einfach unter’m Kissen“, grinste Flix plötzlich.

Robby hob das Kissen –
und da war sie!
Die kleine, leicht zerknitterte, aber wunderbare Lieblingsflosse.

 

🧡 Die Umarmung

 

Robby quietschte vor Freude,
warf sich auf Flix, dann auf Borstel,
und rief:

„Ich hab sie wieder! Und euch auch! Und das ist doppelt Glück!“

Sie machten es sich gemeinsam gemütlich,
die Kuschelflosse zwischen ihnen,
und Borstel sagte leise:

„Manchmal ist es okay, etwas zu vermissen.
Weil es zeigt, wie sehr wir etwas lieben.“

 

🦔 Borstels Weisheit des Tages:

 

Dinge können verschwinden –
aber was du im Herzen trägst,
bleibt für immer.

 

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📖 Borstel – Kapitel 17: Die Schnecke mit dem Raketenstart

 

Es war ein ganz gewöhnlicher Nachmittag.
Die Sonne schien durch die Baumwipfel,
Robby schlürfte Brombeersaft,
Flix versuchte rückwärts zu hüpfen
und Borstel döste auf seinem Lieblingsstein.

Plötzlich hörten sie etwas –
ein schnippisches, fieses Lachen.

„Na sowas – wenn das nicht der lebendige Bremsklotz ist!
Du bist ja so schnell wie eine Mooswurst!“

Der Fuchs stand am Waldweg
und beugte sich höhnisch über eine kleine Schnecke.
Sein Schwanz wippte verächtlich im Takt seiner Worte.

 

🐌 Die Schnecke bleibt ruhig

 

Doch die Schnecke hob nur ihre Fühler und sagte:

„Ach wirklich? Wenn du willst,
können wir ja ein kleines Wettrennen machen.“

Borstel, Robby und Flix erstarrten.
„Ohhh… das wird interessant“, flüsterte Robby.

„Von hier bis zur großen Kreuzung da vorne“, schlug die Schnecke vor.
„Ich geb dir sogar eine Körperlänge Vorsprung.“

Der Fuchs prustete los.
„Du bist entweder mutig oder verrückt! Aber gut – ich liebe es, zu gewinnen!“

 

🎯 Der Trick

 

Die Schnecke fügte noch hinzu:

„Ich kann den Start ja nicht sehen…
also heb bitte deinen Schwanz hoch, wenn du losrennst.
Dann weiß ich, wann’s losgeht.“

Der Fuchs grinste.
„Wie du willst, Rennschleimer!“

Er stellte sich vor sie,
senkte stolz seinen Schwanz,
und wartete.

Die Schnecke…
kletterte ganz leise an seiner Schwanzspitze hoch.

„Auf die Plätze… fertig… LOS!“

Der Fuchs sprang –
und schleuderte mit seinem kraftvollen Schwung
die Schnecke wie einen Propeller durch die Luft.

 

🏁 Das große Staunen

 

Als der Fuchs keuchend an der Kreuzung ankam,
stand die Schnecke schon da.
Gemütlich.
Gelassen.
Mit einem feinen Lächeln.

„Ach – da bist du ja endlich.
Ich dachte schon, du kommst heute gar nicht mehr.“

 

😳 Der Fuchs schleicht davon

 

Der Fuchs wurde knallrot unter seinem roten Fell.
Er schaute sich um –
hoffte, dass es keiner gesehen hatte –
und trabte wortlos davon.

Borstel, Robby und Flix lagen kichernd im Gebüsch.

„Das war… das schlauste Rennen seit dem Blatt-im-Wind-Spiel“, japste Flix.

 

🎉 Die Salatblatt-Feier

 

Die drei Freunde luden die Schnecke ein.
Sie bastelten ihr einen Kranz aus Klee,
gaben ihr das größte Salatblatt des Gartens
und riefen:

„Für die schnellste Schnecke mit dem schlauesten Plan!“

Sie lachten,
sie aßen,
sie feierten –
bis die Sterne kamen.

 

🦔 Borstels Weisheit des Tages:

 

Es ist nicht schlimm, wenn du langsam bist –
solange du weißt, wie du klug ans Ziel kommst.

 

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📖 Kapitel 18 

Iglein, Iglein an der Wand

 

Im tiefen, tiefen Wald herrschte Aufregung: Borstel wollte mit seinen Freunden ein Theaterstück aufführen. Und zwar kein gewöhnliches.

 

"Wir spielen Schneewittchen!", rief er begeistert. "Aber jeder darf, was er will!"

Flix der Hase hüpfte aufgeregt. "Ich will der Jäger sein! Ich kann mich gut verstecken!"

Robby, die kleine Robbe, rief: "Ich will Schneewittchen sein! Ich kann soooo süß schauen!"

Und Borstel? Der blieb übrig. "Na gut", seufzte er, "dann bin ich halt … die böse Königin."

 

Er bastelte sich eine Krone aus Tannenzapfen und einen Umhang aus alten Laubblättern.

Die Bühne war bereit. Das Publikum bestand aus Eulen, Käfern und einer leicht verwirrten Schnecke. Und der Spiegel? Der war ein Eichhörnchen mit Glitzer auf der Nase.

 

Borstel stellte sich dramatisch vor den "Spiegel" und rief:

"Iglein, Iglein an der Wand, wer ist der beste Freund im ganzen Land?"

Das Eichhörnchen glitzerte und sprach: “Dein Herz ist das schönste im ganzen Land – auch wenn dein Umhang komisch riecht.”

 

Das Publikum kicherte.

Plötzlich biss Robby in den Apfel (der eigentlich aus Marzipan war), kugelte sich dramatisch auf den Boden und rief: "Oh nein! Ich bin vergiftet!"

 

Flix wollte helfen, vergaß aber seinen Text und umarmte stattdessen einen Pilz.

Borstel fiel vor Lachen fast aus der Königinnenrolle.

 

Am Ende standen sie alle zusammen auf der Bühne. Klebrig vom Marzipan, strahlend vor Freude.

Borstel rief: "Und die Moral von der Geschicht': Gemeinsam lachen – das vergisst man nicht!"

Und das Eichhörnchen flüsterte: "Ein echter Freund ist viel schöner als der schönste Spiegel der Welt."

 

🧠 Borstels Weisheit des Tages

Die schönsten Rollen spielst du, wenn du du selbst bleibst – mit einem Lachen im Herzen.

 

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© 2025 Frank Meyer
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Borstel 

Der kleine Held mit der krummen Nase


ist ein bezauberndes Kinderbuch für neugierige Herzen,
große Träumer und kleine Abenteurer zwischen 6 und 8 Jahren.

Begleite den liebenswerten Igel Borstel,
seine Freunde Robby und Flix,
und entdecke eine Welt voller
Witz, Wärme, Wunder –
und den Mut, ganz man selbst zu sein.

Jede Geschichte zeigt,
dass Fehler erlaubt sind,
Freundschaft das schönste Geschenk ist
und die größte Stärke oft ganz leise daherkommt.

Ein Buch zum Lachen, Mitfühlen, Weiterträumen.
Mit vielen liebevollen Bildern zum Staunen und Herzöffnen.

 

© 2025 Frank Meyer
Alle Rechte vorbehalten.

 

 

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